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Bücher

Norbert Neumann: Das Geburtstrauma.
Eine osteopathische Betrachtung

Die Geburt ist eines der wichtigsten Ereignisse im Leben eines Menschen. Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett gehen für Mutter und Kind mit erheblichen physischen und psychischen Veränderungen und Belastungen einher. Aus osteopathischer Sicht haben Dysfunktionen, die in diesem Zeitrahmen entstehen, eine besondere Bedeutung, da sie später – oft erst nach vielen Jahren – zu schwerwiegenden Beschwerden und Krankheitsbildern führen können. Durch eine osteopathische Behandlung der Mutter und des Kindes vor und unmittelbar nach der Geburt können solche Läsionen verhindert oder gelindert und späteren Komplikationen entgegengewirkt werden.

Norbert Neumann, einer der erfahrensten Kinderosteopathen Deutschlands, schließt mit seiner umfassenden Darstellung möglicher Geburtstraumata eine Lücke in der therapeutischen Fachliteratur. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die Beschreibung verschiedener prä-, peri- und postnataler Traumaursachen, sondern liefert auch konkrete, zum Teil in seiner langjährigen Tätigkeit selbst entwickelte, osteopathische Techniken und Therapieansätze für die Behandlung von Mutter und Kind.

Neumanns wertvolle Erfahrungen und zahlreiche Abbildungen, darunter viele aus seiner eigenen Praxis, machen dieses Buch zu einer bisher einmaligen Übersicht über die vielfältigen Formen des Geburtstraumas sowie die Möglichkeiten der Osteopathie zur Prävention und Behandlung. Der Autor richtet sich dabei nicht nur an Kinderosteopathen, sondern auch an Ärzte und Therapeuten, die mit Osteopathen zusammenarbeiten oder sich für ihre Arbeit interessieren. Das vorliegende Werk ermöglicht ihnen ein besseres Verständnis der osteopathischen Herangehensweise und damit eine bessere interdisziplinäre Betreuung der Schwangeren und des Kindes.



Leseprobe S.87 - 91

Maurice César: Osteopathisches Handeln.
Ein autorisierter Zugang zum Bewusstsein des Gewebes.

Was macht osteopathisches Handeln aus? Für Maurice César sind es nicht die Techniken, sondern die Philosophie, die hinter den Methoden steht. In seinem eigenen, erzählenden Stil beschreibt der belgische Osteopath seine Sicht auf das Selbstverständnis des Therapeuten, dessen Beziehung zum Patienten und die Behandlung vom ersten Kontakt bis hin zum Abschlussgespräch.

Der Autor vermittelt neben detaillierten, praxisorientierten Hinweisen zu allen Punkten der Behandlung, die von der Gestaltung des Raumes über die geschulte Wahrnehmung der Körperrhythmen bis zur Aufklärung des Patienten reichen, immer auch das osteopathische Grundverständnis, die Demut vor der Natur sowie das Vertrauen in das Bewusstsein des Gewebes und die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Maurice César spricht sowohl Osteopathieschüler als auch erfahrene Therapeuten an und lädt sie mit dem vorliegenden Buch dazu ein, das eigene osteopathische Handeln zu betrachten und zu hinterfragen. Er teilt seine jahrelange Erfahrung mit dem Leser, nicht um seine Sicht aufzudrängen, sondern um anzuregen und daran zu erinnern, was den Osteopathen von anderen Therapeuten unterscheidet: „Die anderen drängen eine Korrektur auf. Wir, wir rufen sie hervor.“